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Die Liebe – ein unendliches Feld, ein Schlachtfeld, ein Teppich der unendlich großen, schmerzenden, wohltuenden, in jedem Falle überaus intensiven Gefühle. Man kann noch so alt werden, wenn es einen erwischt – und zwar richtig erwischt – verhält man sich wie ein völlig kopfloser, unreifer Teeny. Mit allen Konsequenzen, mit allen Tränen, Hoffnungen, Enttäuschungen oder (im glücklichen Fall) Jubelgefühlen. Hilflos, sich einer nicht beeinflussbaren Macht ausgesetzt gefühlt, bar jeder Vernunft und realistischem Beurteilungsvermögen, trotzdem sehend, in welch erbärmlichen Zustand man ist, wird man quasi ferngesteuert und ist nicht mehr Herr seiner eigenen Entscheidungen. Wie mir ein lieber Freund sagte, sind so alle Bücher (bis vielleicht auf den Weltatlas oder den Duden), alle Lieder dieser Welt entstanden. Nur der Faktor Zeit scheint als Korrektiv, als Balsam zu funktionieren, in der Nachschau. Nur was – um Himmels willen – macht man, wenn man noch nicht in der Nachschau ist. Wenn das Herz zerreist, wenn alles weht tut und man sich selbst nicht mehr erkennt? (ton 2002)
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